Alfred Schweiger

Alfred Schweiger

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Alle Konditoreiwaren aus eigener Erzeugung.

Ein wenig Lateinnachhilfe:

pistor, der Müller, der zugleich Bäcker war (pistor dulciarius, der Konditor)
pastor, der Hirt (bereits in Epheser 4,11 der lateinischen Bibel, der Vulgata, als Dienstbezeichnung für Mitarbeiter in der Gemeinde)

Für die Lateiner musste ich also nur das "I" durch ein "A" in meiner Berufsbezeichnung austauschen. I - A das klingt ja nach einem Esel ... Aber keine Sorge, Zoologen wissen genau, dass Esel nicht dumm sind, ihre vermeintliche Sturheit ist vielmehr ein Abwägen gefahrvoller Situationen (aus denen ein Pferd eher flüchten würde). Immerhin war es auch eine Eselin, die einst den Propheten Bileam vor einem falschen Weg bewahren wollte (4 Mose 22,32-33) und ein Esel, der Jesus Christus in die Stadt Jerusalem hineintrug (Joh 12,14-15). Dazu soll auch diese Webseite dienen - Jesus Christus dorthin bringen, wo die Menschen sind!

Erste berufliche Entwicklung

Meine Eltern waren beide Bäckermeister und führten ihren Betrieb im niederösterreichischen Hainfeld, als ich 1952 in St. Pölten geboren wurde. Später bauten sie in Wien den Betrieb neu auf und gaben damit für mich die berufliche Entwicklung vor. Ich erlernte das väterliche Handwerk mit der Erweiterung der Konditorei und sammelte berufliche Erfahrungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Meisterprüfung im Bäckerhandwerk: Wien, 1980.

Meine Begegnung mit dem Evangelium

Während meiner beruflichen Tätigkeit in Wengen (Schweiz, Berner Oberland, 1975) wurde mir während eines Gottesdienstes der dortigen Evangelisch-Reformierten-Kirche die Bedeutung und die Sendung Jesu Christi neu bewusst:

Wenn Jesus der Sohn Gottes ist, dann steht er in keinem vergleichbaren Verhältnis zu irgend einem anderen Religionsstifter oder Philosophen; dann ist er wirklich der Weg, die Wahrheit und das Leben und wir kommen auf keinem anderen Weg zu Gott dem Vater, als nur durch Ihn! (vgl. Joh 14,6).

Das heißt mit anderen Worten, dass wir Gott durch Jesus Christus direkt kennen lernen dürfen. In dieser Erkenntnis liegt auch das ewige Leben verborgen, weil Jesus uns mit dem Vater durch seinen Sühnetod am Kreuz versöhnt hat. Wer das vertrauensvoll annimmt und sich für die Nachfolge Jesu entschließt, darf ganz persönlich die Gewissheit seines Heils empfangen (vgl. 1 Joh 5,9–12)!

Diese Erkenntnis erfüllte nicht nur mein persönliches Leben mit jenem tiefen und befreienden Sinn, nach dem ich bis dahin in den verschiedensten Richtungen gesucht hatte – sie wurde mir nun auch zur Lebensaufgabe!

Welche Bedeutung hat für uns die Taufe?

Der Protestantismus etablierte sich geschichtlich nicht nur in den großen Landeskirchen, sondern auch in verschiedenen Freikirchen. Der weitere Weg entschied sich nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit der Frage nach der Taufe.

Zunächst hielt ich an der Taufe der katholischen Kirche fest und meinte, sie durch den neu gewonnenen Glauben an Jesus Christus mit neuem Sinn erfüllen zu können. Die Begegnung mit Christen aus Gemeinden, welche die "Glaubenstaufe" praktizieren (Baptisten, Mennoniten, Pfingstgemeinden u. a.) bewog mich freilich zum Überdenken dieser Ansicht. Nach längerem Zögern wollte ich die Aussagen der Bibel über die Taufe von mündigen Menschen nicht mehr wegdiskutieren und entschloss mich, dem urchristlichen Weg des Neuen Testaments zu folgen, und mich auf Grund meiner nun bewusst getroffen Entscheidung für Jesus Christus auf seinen Namen taufen zu lassen (Mt 28,19-20; Apg 10,48).

Diesen Schritt betrachte ich aber nicht als "Wiedertaufe". Es kann ja wirklich keine zweite Taufe im Namen des dreieinigen Gottes im Leben eines Menschen geben. Es ist vielmehr so, dass meine ursprüngliche Kirche im Grunde kein biblisches Argument dafür hatte, mich als Säugling zu taufen, da ich mich damals in keiner Weise zur Nachfolge Jesu entscheiden konnte und somit der Sinn der Taufe nicht erfüllt wurde.

Wie wirkt der Heilige Geist heute?

Diese Frage bewegt jeden Christen. Sie ist besonders durch die Pfingsterweckung am Beginn des 20. Jahrhunderts neu gestellt worden. Ich gehörte in der Schweiz zunächst einer Gemeinde an, welche der Erfahrung einer Erfüllung mit dem Heiligen Geist eher skeptisch gegenüberstand. Dies hielt mich aber nicht davon ab, Gott um jene Kraft zu bitten, welche uns nach den Worten des Herrn zur Ausrichtung seines Wortes und Zeugnisses zugesagt wird.

Für mich wurde damals wichtig, dass es nicht darum gehen kann, dass wir von uns aus etwas für die Sache des Evangeliums wirken sollten, sondern, dass "Gott selbst in uns beides wirkt: Das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen" (Phil 2,13).

Als ich mich bewusst dafür öffnete, strömte eines Tages die Kraft Gottes so durch mein Innerstes, dass ich ganz genau wusste, dass der Herr nun mit seinem Beistand "da war". Damit soll nicht gesagt werden, dass ich mir der Gegenwart Gottes in meinem Glaubensleben vorher nicht bewusst gewesen wäre. Auch nicht, dass ich diese meinen Schwestern und Brüdern absprechen wollte, die nicht in dieser Weise davon reden - die Gabe des Heiligen Geistes ist ja jedem Christen eigen (vgl. 2 Kor 13,13) – es geht mir vielmehr darum, die Erfahrung eines Segens mitzuteilen, der meine Beziehung zu Jesus Christus vertieft und mir ein noch bewussteres Wirken in seiner Gnade ermöglicht hat.

Dabei leide ich selbst unter der Unzulänglichkeit unserer sprachlichen Möglichkeiten, geistliche Erfahrungen recht in Worte zu fassen. Im Austausch mit Angehörigen der örtlichen Pfingstgemeinde (Interlaken, Schweiz) lernte ich darin jene Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu erkennen, von der das Neuen Testament des Öfteren spricht. Damit wurde mir zunehmend klar, den weiteren Glaubensweg innerhalb der weltweiten Pfingstbewegung zu gehen, da ich in ihr eine große Offenheit für die Gaben (Charismen) des Heiligen Geistes empfinde.

Familiäre und persönliche Entwicklung

Nachdem ich 1975 in der Schweiz zum bewussten Glauben an Jesus Christus gefunden hatte, spürte ich bald eine Berufung zur Verkündigung des Wortes Gottes. Ich unterbrach meine berufliche Tätigkeit und besuchte in der Schweiz (Gunten) und in Deutschland (Erzhausen bei Darmstadt) Bibelschulen der Pfingstbewegung.

Meine liebe Frau kommt aus Tübingen; wir lernten einander in der Schweiz kennen, als sich unsere Wege durch den Besuch zweier verschiedener Bibelschulen kreuzten. Mit der Wiederaufnahme des Berufslebens im Betrieb der Eltern heirateten wir 1977 in Wien und durften uns bald über zwei Söhne und eine Tochter freuen.

Meine Freizeit nutzte ich schon in meiner Zeit als Bäckermeister vor allem zum Studium der Ursprachen der Bibel (Griechisch, Hebräisch, Aramäisch), der Kirchengeschichte und der Dogmenentwicklung; ich holte die Matura im zweiten Bildungsweg nach (Dr. Roland, Wien) und erhielt 2004 vom Institut für Gemeindebau und Weltmission, Schweiz (IGW), den "Master of Arts" (MA) in Theologie für die Diplomarbeit: "Gott hat uns das Heil bestimmt!"

Der Dienst in der Freien Christengemeinde

Rückblickend bin ich froh, dass ich die Möglichkeit hatte, langsam in den geistlichen Dienst hineinzuwachsen. Das geschah hauptsächlich durch den ehrenamtlichen Verkündigungsdienst in der Freien Christengemeinde (Pfingstgemeinde) in Wien unter Pastor Rolf Mattiasson.

1987 folgte ich einer Berufung der Freien Christengemeinde Schwarzach/Pg., der ich bis 2006 als Pastor diente. Dazu kam noch bis zur Pensionierung der Dienst in der Freien Christengemeinde Schladming. Besonders freute mich die Mitarbeit an der Kurzbibelschule und später der Akademie für Theologie und Gemeinde unseres Gemeindebundes, den ich auch in vielen Jahren als Delegierter zur Generalversammlung der "Österreichischen Bibelgesellschaft" in Wien vertreten durfte.

Überkonfessionelle Verbundenheit

Ich habe oben schon erwähnt, wie mich meine Suche nach dem Willen Gottes für mein Leben schließlich zur Pfingstbewegung geführt hat. In ihr fand ich mein geistliches Zuhause und die Freiheit zur Wirksamkeit - bei aller Unterschiedlichkeit in den örtlichen Erscheinungsformen, an denen man auch manches kritisieren mag - wie übrigens an allen Kirchen ...
Wo es Menschen gibt, gibt es auch Gebrochenheiten - davon sind auch Christen nicht ausgenommen - vollkommen war auf dieser Erde nur der Sohn Gottes selbst - Jesus Christus!

Ich habe dabei nicht vergessen, dass es auch in den anderen Kirchen und Gemeinschaften gottverbundene Frauen und Männer gibt. Die Gemeinschaft mit ihnen in der Liebe Christi bestimmt und prägt auch weiterhin meinen eigenen Lebensweg. Selbst wenn es nicht immer einfach ist, unterschiedliche theologische Standpunkte im gemeinsamen "Wachsens zum Herrn hin" (Eph 4,13–16) zu berücksichtigen, darf doch der Dialog niemals aufhören. So nahm und nehme ich im Rahmen der zeitlichen und privaten Möglichkeiten Dienste im In- und Ausland in verschiedenen Denominationen an.

In diesem Sinne verstand ich auch mein Engagement im Vorstand der "Österreichischen Evangelischen Allianz", dem ich 1998 bis 2011 als Schriftführer angehörte und an anderen Foren, die das Miteinander der Christen aus verschiedenen Konfessionen fördern.